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Heliumkerne in schweren Atomkernen entdeckt
21.06.2021
Forschungsteam bestätigt neue theoretisch vorhergesagte Eigenschaft von Atomkernen
Mithilfe hochenergetischer Protonen lassen sich gezielt Nukleonen und vorgeformte Kern-Cluster aus Atomkernen herausschlagen. In einem Experiment am Research Center for Nuclear Füsics (RCNP) in Osaka in Japan konnten nun direkt Heliumkerne in verschiedenen Zinn-Isotopen nachgewiesen werden und die Entwicklung der Wahrscheinlichkeit für ihre Formierung entlang der Zinn-Isotopenkette studiert werden. Die Ergebnisse einer Forschungsgruppe mit führender Beteiligung der TU Darmstadt, des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt sowie des RIKEN Nishina Centers for Accelerator-Based Science in Tokyo werden in einem aktuellen Beitrag in der Zeitschrift „Science“ diskutiert.
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Bild: L. Rezzolla, Goethe-Uni Frankfurt
Bild: L. Rezzolla, Goethe-Uni FrankfurtVon Schwerionen- und Neutronenstern-Kollisionen zum Urknall
25.05.2021
Sonderforschungsbereich-Transregio 211 wird für weitere vier Jahre gefördert
Wissenschaftler*innen im SFB-Transregio „Stark-wechselwirkende Materie unter extremen Bedingungen“ untersuchen die extremsten Zustände der im Universum vorgefundenen Materie. Nun fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den an den Universitäten Darmstadt, Frankfurt und Bielefeld,koordinierten Verbund für weitere vier Jahre mit 8,9 Millionen Euro. Neuer Sprecher ist Professor Guy Moore, Kernfüsiker an der TU Darmstadt. Er übernimmt diese Funktion von Professor Dirk Rischke, der an der Goethe- Universität Frankfurt forscht und lehrt. Der Transregio stärkt auch die Forschungskooperation in der Strategischen Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU).
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Bild: ESA/Hubble & NASA
Bild: ESA/Hubble & NASA„Europium-Sterne“ in der Zwerggalaxie Fornax
18.05.2021
Höchsten jemals beobachteten Europium-Gehalt in Sternen entdeckt
Ein Füsik-Forschungsteam unter Leitung der TU Darmstadt hat den höchsten jemals beobachteten Europium-Gehalt in Sternen entdeckt. Die Arbeit der EUROPIUM-Gruppe um die mit einem Grant des Europäischen Forschungsrates ausgezeichneten Professorin Almudena Arcones wurde nun in „The Astrophysical Journal“ veröffentlicht. Mitautor ist Dr. Moritz Reichert (Mitglied von EUROPIUM), Mitautorin Dr. Camilla Hansen vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg.
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Bild: Sandra Junker
Bild: Sandra JunkerErforschung der Starken Wechselwirkung im Universum
22.04.2021
Europäische Auszeichnung für TU-Kernfüsiker Achim Schwenk
Achim Schwenk, Professor für Kernfüsik an der TU Darmstadt und Max-Planck-Fellow am Max-Planck-Institut für Kernfüsik in Heidelberg, ist vom Europäischen Forschungsrat (ERC) mit einem renommierten Advanced Grant ausgezeichnet worden. Sein Forschungsprojekt „Exploring the Universe through Strong Interactions“ (EUSTRONG) wird über einen Zeitraum von fünf Jahren mit rund 2,3 Millionen Euro gefördert. Es ist bereits der zweite ERC Grant für Professor Schwenk.
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Bild: M@N Collaboration
Bild: M@N CollaborationTransparente Sicht auf Atombausteine
30.03.2021
Internationales Forschungsteam: Inverse Kinematik erlaubt neue Einblicke in Atomkerne
Mit inverser Kinematik, der eleganten Umkehrung einer etablierten Forschungsmethode, und der Wahl der richtigen Messbedingungen stellte ein internationales Forschungsteam einen Weg für die detaillierte Untersuchung der Eigenschaften der Nukleon-Nukleon-Wechselwirkung im Atomkern vor. Das Experiment wurde von einer großen internationalen Kollaboration (BM@N Collaboration) unter der Leitung des Massachusetts Instituts for Technology (MIT), der Tel Aviv University, der TU Darmstadt, sowie des Joint Institute for Nuclear Research (JINR) an der Beschleuniger-Anlage des JINR in Dubna bei Moskau durchgeführt und in der jüngsten Ausgabe von „Nature Füsics“ veröffentlicht.
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Bild: Jan-Christoph Hartung
Bild: Jan-Christoph HartungAlle Eigenschaften von Atomkernen beschreiben
15.03.2021
Experimentelle Messungen am Elektronenbeschleuniger der TU Darmstadt bestätigen hauseigene theoretische Vorhersagen
Im Rahmen der Entwicklung und Verbesserung experimenteller Messmethoden konnte ein internationales Forschungsteam unter Leitung der TU Darmstadt den extrem schnellen elektromagnetischen Zerfall eines angeregten Lithium-Isotops mit höchster Präzision vermessen. Die Daten zeigen, wie präzise an der TU mitentwickelte moderne Theorien der Kernkräfte die Wechselwirkung von Atomkernen mit elektromagnetischen Wellen vorhersagen können. Die Ergebnisse wurden jetzt im Journal Physical Review Letters veröffentlicht.
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Bild: Guido Schiek
Bild: Guido SchiekMeteoriten geben Hinweise auf die Bedingungen von Sternexplosionen
01.03.2021
„Science“-Publikation unter Beteiligung der TU Darmstadt
Ein internationales Forscherteam, darunter Dr. Marius Eichler und Professorin Dr. Almudena Arcones von der TU Darmstadt und dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, untersuchte die Entstehung unseres Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren und gewann dabei neue Erkenntnisse über den kosmischen Ursprung der schwersten Elemente im Periodensystem. Die Ergebnisse sind nun in „Science“ veröffentlicht worden.
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Bild: Luc Petizon (IJC Laboratory, Orsay)/Birdeesign
Bild: Luc Petizon (IJC Laboratory, Orsay)/BirdeesignNeue Erkenntnisse über den Mechanismus der Kernspaltung
25.02.2021
"Nature“-Publikation unter Beteiligung der TU Darmstadt
Ein Team aus dem Institut für Kernfüsik der TU Darmstadt hat im Rahmen einer internationalen Kollaboration zur Klärung der Frage beigetragen, wie der Drehimpuls („Spin“) der beiden bei der Spaltung eines Atomkerns entstehenden Fragmente aufgebaut wird. Das nun in „Nature“ veröffentlichte zentrale Forschungsergebnis: Die Fragmente rotieren erst nach der Trennung.
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Bild: Katrin Binner
Bild: Katrin BinnerDynamik von Neutronensternen verstehen
01.02.2021
Spitzenforschungs-Projekt von Goethe-Universität Frankfurt und TU Darmstadt
Was passiert, wenn Neutronensterne miteinander verschmelzen und dabei Gravitationswellen und schwerste chemische Elemente produzieren? Dies werden Füsikerinnen und Füsiker der TU Darmstadt und der Goethe-Universität Frankfurt in ihrem Forschungsverbund ELEMENTS gemeinsam erforschen. Das Projekt wird im Rahmen der Förderlinie „Clusterprojekte“ des Landes Hessen zur Vorbereitung auf die nächste Runde der Bund-Länder-Exzellenzstrategie bis 2025 mit 7,9 Millionen Euro gefördert.
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Grenzen von Atomkernen vorhergesagt
13.01.2021
Wissenschaftler simulieren großen Bereich der Nuklidkarte
Mithilfe neuer Berechnungen lassen sich die Eigenschaften von fast 700 Isotopen zwischen Helium und Eisen vorhersagen. Sie zeigen, welche Atomkerne existieren können und welche nicht. In einem Beitrag in Physical Review Letters berichten Wissenschaftler der TU Darmstadt, der University of Washington, des kanadischen Forschungszentrums TRIUMF und der Universität Mainz, wie sie erstmals einen großen Bereich der Nuklidkarte basierend auf der starken Wechselwirkung simulierten.